Walchwil Nord oder Murpfli?

Mai 18th, 2012 | By admin

Frage: Was ist der Unterschied zwischen der SBB-Variante Walchwil und der Alternative Murpfli?
Antwort: Nur wenige, aber entscheidende Minuten. Bei der Variante Walchwil fahren die Züge der S 2 in Zug 3 bis 4 Min. später ab und kommen entsprechend früher an, mit negativen Folgen:

• Lange Umsteigezeiten in Zug (8 bis 11 Min.) von den Schnellzügen aus Luzern und Zürich
• Zu späte Ankunft der S 2 für Kreuzungen mit den Schnellzügen in Walchwil
• Deshalb Bau der 1,7 km langen Doppelspurinsel Walchwil Nord für mind. 100 Mio. Fr.
• 2 Jahre keine S 2 am östlichen Zugerseeufer und Umleitung der Gotthardzüge via Rotkreuz
• Während Bau längere Reisezeiten, Ertragsausfälle der SBB, mehr Verspätungen der S 1
• Kein Ein- und Aussteigen bei Gotthardschnellzügen in Rotkreuz trotz 8 Min. Halt
• Fahrzeug- und Personal-Mehrbedarf Zug–Erstfeld (zu späte Ankunft für Rückleistung)
• Keine Weiterführung der S 2 Zug–Walchwil bis Arth-Goldau (zu späte Ankunft).

Weshalb wollen die SBB die S 2 nach Erstfeld nicht länger zur Min. 5 ab Zug führen?
Antwort: Bei Abfahrten zu den Min. 5 und 35 kreuzen sich die Züge ca. 2 km südlich der am falschen Ort gebauten Ausweichstelle Oberwil. Die Alternative bringt ein rund 1 km langes Ausweichgleis für Kreuzungen (in der Regel ohne Halt) im günstigen Gelände Murpfli mit tieferen Kosten als für die 1,7 km lange Doppelspurinsel Walchwil Nord in steiler Hanglage mit einem 90 m langen Tunnel.

Welche Variante ist günstiger für die Anwohner?
Antwort: Die Doppelspurinsel Walchwil Nord verursacht 2 Jahre Baulärm, das Gebiet Murpfli aber ist fast unbewohnt. Die Streckensperrungen Brunnen–Sisikon–Flüelen zur Sanierung langer Tunnels dauerten je ein halbes Jahr (nicht 2 Jahre).

Worin unterscheiden sich die beiden Varianten nicht?
Antwort: Im Halbstundentakt verkehren die Schnellzüge in beiden Varianten gleich. Bei den Kreuzungen in den Bahnhöfen Zug, Walchwil und Arth-Goldau hat der Fernverkehr weiterhin Priorität.

Ist die Fahrplanstabilität bei der SBB-Variante besser?
Antwort: Kein Unterschied, da bei der Variante Murpfli die S 2 inWalchwil 2 Min. hält, während die Doppelspurinsel Walchwil Nord mit der zulässigen Streckengeschwindigkeit von 75 km/h in 1 Min. 50 durchfahren ist.

Was geschieht, wenn ein Zug aus Süden (Italien) einige Minuten zu spät eintrifft?
Antwort: Bei beiden Varianten wartet die S 2 im Bahnhof Walchwil.

Welche Anschlüsse vermittelt die von Walchwil weitergeführte S 2 Reisenden ab Zug Postplatz /Casino/Fridbach/Oberwil/Hörndli und Walchwil zur Min. 57 in Arth-Goldau?
Antwort: Zur Min. 10 Rigi Kulm, 13 Einsiedeln/Rapperswil–St. Gallen, 17 Tessin, 19 Brunnen–See.

Wer trägt die Kosten des Ausbaus Zug–Arth-Goldau?
Antwort: Der Bund, weil die Investition durch den Fernverkehr ausgelöst wird. Der bauliche und finanzielle Aufwand im Gebiet Murpfli ist wesentlich geringer als in Walchwil Nord.

Warum lehnen SBB und Zuger Regierung die einfachere und günstigere Alternative ab?
Antwort: Offensichtlich nur, weil sie ihnen nicht selber in den Sinn gekommen ist. Die Funktionstüchtigkeit der Variante Murpfli wird von niemandem bestritten.

Zug, 14.5.2012

Interview mit dem Präsident des GGR

Mai 13th, 2012 | By admin

Interview mit Jürg Messmer, Präsident des Grossen Gemeinderates der Stadt Zug (GGR)

Hallo Zug!

Mai 8th, 2012 | By admin

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Hören Sie die Sitzung des GGR vom 8 Mai 2012
Sitzung des Grossen Gemeinderates von Zug (8. Mai 2012)
Die Brandlücke im Geviert Kolinplatz soll mit einem Haus für junge Menschen geschlossen werden: Einstimmig beschloss der Grosse Gemeinderat an seiner Sitzung vom 8. Mai 2012 einen Projektierungskredit von 250’000 Franken. Abtraktandiert wurde die Vorlage um den Baukredit für die Sanierung des Theater Casinos: Die Parlamentsmitglieder wollen neue Informationen des Stadtrates zuerst in ihren Fraktionen beraten.